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Auf Geisterjagd in Blackwood Hall

Autorenbild: Tobi Jawtusch
Tobi Jawtusch
16. Okt.
2 Min. Lesezeit

Hallo zusammen,

heute ist Horror Tales 18 – Der Fluch von Blackwood Hall erschienen, und diesmal gibt es Grusel aus dem 19. Jahrhundert.

Beim Schreiben dieser Folge bin ich einen ungewöhnlichen Weg gegangen. Normalerweise schreibe ich die Szenen genau in der Reihenfolge, in der man sie später hört, also 1, 2, 3, 4 usw. Hier bin ich anders vorgegangen. Am Anfang stand die Idee mit dem spukenden Geist, der in einem alten Herrenhaus von einem Geisterjäger verjagt werden soll. Eine Art Mystery-Horror. Diesen Part habe ich zuerst geschrieben und dann nach und nach die restliche Geschichte drumherum entwickelt: die Vorgeschichte des Geisterjägers, das Paar, das sich in dem Schloss einnistet, usw. Die erste Szene des Hörspiels, das Aufeinandertreffen von Edward und Amelia in London, ist zum Beispiel die, die ich als Letztes geschrieben habe.

So ist die Handlung Stück für Stück gewachsen. Einige Figuren, die vorher eine größere Rolle gespielt haben, wurden dabei etwas an die Seite gedrängt. Herausgekommen ist eher eine Ensemble-Geschichte, in der jede Figur ihre Momente hat, vom zwielichtigen Gaunerpaar über den trinkfreudigen Geisterjäger bis hin zum treuen Butler.

Die Geschichte als solche ist eher simpel gestrickt. Ihre Tiefe bekommt sie, so sehe ich das zumindest, gerade durch die schrittweise Erweiterung. Aber natürlich lebt eine Gruselgeschichte, die erst im London des 19. Jahrhunderts und später in einem alten Schloss spielt, vor allem von ihrer Atmosphäre… und die hat Eric Onder de Linden perfekt eingefangen. In London hört man die Menschen husten, man spürt förmlich die schmutzige Luft. Die kurze Kirchenszene ist beinahe greifbar. Und Blackwood Hall erwacht allein durch die Geräusche zum Leben: Geister, Dämonen und sonstige Erscheinungen klingen herrlich unheimlich.

Das ganze Ensemble spielt absolut glaubhaft. Das war bei den absichtlich etwas verschrobenen Dialogen sicher nicht leicht, denn ich habe versucht, auch sprachlich das 19. Jahrhundert einzufangen (zumindest teilweise).

Wer mal wieder Lust auf eine klassische Geister-Gruselgeschichte hat, dem kann ich diese Folge nur ans Herz legen.

 

LG

Tobi

 

P.S.: Was diese Folge noch ein bisschen besonderer macht, ist das ein oder andere Filmzitat, was ich unterbringen konnte.



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