Ein Hügel, ein Monster und ein Kürbis - Shadow Chasers 9
Heute erscheint die neue Folge der Shadow Chasers – und tatsächlich schon die vierte Folge in diesem Jahr! Das Team von Hermann Media ist da wirklich sehr fleißig. Und mich als Autor freut es natürlich sehr, dass es mit den Shadows so zügig weitergeht. Die Serie ist für mich einfach ein echtes Herzensprojekt, und ich finde jedes Mal wieder schön, mit wie viel Liebe und Leidenschaft die Dialogbücher umgesetzt werden.
Das gilt selbstverständlich auch für Folge 9 – „Der Hügel des Grauens“.
Dem bisherigen Rhythmus folgend ist Folge 9 wieder eine „Reisefolge“. Diesmal geht es von der Westküste an die Ostküste. Die drei Shadows besuchen Gregorys Tante und seine beiden Cousinen in einer kleinen Stadt – und stolpern dort natürlich in ein neues Abenteuer. Es geht dabei vor allem um einen dreiköpfigen Affen und einen zerstörten Kürbis… Ein zerstörter Kürbis?
Sonderlich spektakulär klingt das erst einmal nicht. Und das soll es auch gar nicht.
Nach Folge 6, die in Richtung Horror/Thriller ging, Folge 7 mit ihrem ernsteren Thema und Folge 8, der sehr langen Prequel-Folge, wollte ich vor der Doppelfolge 10/11 (Thema: Mord!) ganz bewusst eine andere Art von Geschichte erzählen. Folge 9 ist einfach eine nette, harmlose, süße, kuschelige, herbstliche Wohlfühlfolge (der Herbst kommt ja bald).
Und ich finde, sie ist ziemlich fantastisch darin, genau das zu sein, was sie sein soll. Mir persönlich, aber ich bin sicher nicht der objektivste Hörer, macht die Folge jedenfalls großen Spaß. Man kann sie wunderbar locker weghören, und mit ihren knapp 64 Minuten ist sie tatsächlich auch die bisher kürzeste Folge der Serie. Ich finde, das tut ihr gut. Die Geschichte hat für mich keine Längen und erzählt genau so viel, wie sie erzählen muss.
Besonders hervorheben möchte ich hier die Atmosphäre. Ein Vorbild war tatsächlich „Gilmore Girls“. Beim Schreiben hatte ich Stars Hollow im Kopf – diese kleine Stadt voller etwas skurriler und verschrobener Figuren, in der irgendwie immer irgendwo etwas los ist. Und da ich „Gilmore Girls“ gedanklich sowieso sehr stark mit dem Herbst verbinde, musste die Folge natürlich im Herbst spielen. Ich glaube, wer „Gilmore Girls“ kennt und Stars Hollow vor Augen hat, wird an einigen Dingen in dieser Folge noch einmal zusätzlich Freude haben.
Die zweite Inspirationsquelle waren diesmal nicht drei ??? oder TKKG oder Bibi & Tina (siehe Folge 8), sondern die „Fünf Freunde“. Dass wir in dieser Folge fünf Protagonisten haben … und einen Hund … und eine Tante, die Erfinderin ist … nun ja. Sagen wir einfach: Das ist kein Zufall, das ist als augenzwinkernde Hommage gedacht.
Diese Mischung aus Kleinstadt, Herbst und klassischem Jugendabenteuer macht für mich den Reiz der Folge aus. Und das hört man auch. Überall passiert akustisch irgendetwas: Tauben, Hundebellen, die Kleinstadtkulisse, Wellen an den Klippen, Gregorys Erkältung, Affenlaute … Es gibt eigentlich ständig irgendwo etwas zu hören und zu entdecken. Da hat Eric Onder de Linden wieder einmal gezaubert. ❤️
Auch die Sprecherinnen und Sprecher gefallen mir sehr. Gerade die etwas verschrobenen Figuren bekommen sehr schnell ihren eigenen Charakter und Wiedererkennungswert.
Für mich ist „Der Hügel des Grauens“ übrigens auch eine Folge, die ich empfehlen würde, wenn man jüngeren Hörerinnen und Hörern die Shadow Chasers einmal vorstellen möchte. Sie ist nicht zu gruselig, nicht zu lang und nicht zu kompliziert.
UND ich würde sie allen empfehlen, die einfach Lust auf eine kleine, harmlose, herbstliche Geschichte in einer verschrobenen Kleinstadt haben. Auf ein bisschen „Gilmore Girls“, ein bisschen „Fünf Freunde“, einen dreiköpfigen Affen, einen kaputten Kürbis und natürlich etwas Meta-Humor am Anfang. 😉
Eine gute Stunde einfach abschalten, den Shadows zuhören und sich ein bisschen wohlfühlen. Wenn ihr genau darauf Lust habt, dann ist das eure Folge.
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Hören!
Liebe Grüße,
Tobi



