Es geht um ein Erbe und eine Flut in "Ebbe und Wut"
Heute erscheint „Ebbe und Wut“, Folge 30 der Hörspielreihe „Küsten-Krimi“ von Contendo Media. Und da will ich natürlich mal wieder ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. 😉
Zuerst mal zum Titel: Ich liebe ihn! Mein Arbeitstitel war „Am Tag der Sturmflut“. „Ebbe und Wut“ ist aber deutlich besser. Chapeau an dieser Stelle! 😄
Nun aber zur Geschichte: Die Idee dazu kam mir, als ich in Hamburg durch Blankenese und das Treppenviertel gelaufen und mit der „Bergziege“ gefahren bin. Bei der anschließenden Recherche habe ich festgestellt, dass in Blankenese erstaunlich viele Schauspieler, Künstler, Comedians, Regisseure usw. leben. Und da Film & Fernsehen berufsbedingt (und auch privat) sowieso mein kleines Steckenpferd ist, über das ich immer wieder gerne schreibe, wusste ich ziemlich schnell: Okay, den Ort und das Milieu für meinen Küsten-Krimi habe ich schon mal.
Dann habe ich ein bisschen recherchiert, was über den einen oder anderen Schauspieler und Regisseur in den vergangenen Jahren so durch die Medien geisterte. Und sagen wir mal so: Da kam einiges zusammen. 😄 Ein bisschen ähnlich wie bei „The Crown“ habe ich mir verschiedene Artikel und Geschichten genommen und mich gefragt: Was könnte hinter den Kulissen passiert sein? Natürlich alles komplett fiktionalisiert und wild zusammengesponnen. Und nach und nach entstand daraus die Geschichte über einen frustrierten, narzisstischen Regisseur und Schauspieler (der nix mit irgendwelchen realen Personen zu tun hat), der auf seiner eigenen Geburtstagsfeier stirbt und seinen drei Kindern ein ziemlich rätselhaftes – im wahrsten Sinne des Wortes – Testament hinterlässt.
Mehr möchte ich über die Handlung eigentlich gar nicht erzählen. Ich finde nämlich bei Krimis immer schöner, wenn man vorher so wenig wie möglich weiß. Nur so viel: Die Geschichte hat einige Wendungen. Ein paar davon werden die geübten Krimihörerinnen und Krimihörer vielleicht kommen sehen. Bei anderen hoffe ich natürlich, dass ich euch ein bisschen aufs Glatteis führen konnte.
Erwähnen sollte ich auch: Marco Bräutigam als Veit Reimann ist für mich ein kleiner Scene-Stealer. Er füllt seine Figur mit so viel Überheblichkeit, Wut und Arroganz, dass es wirklich eine Freude ist, ihm zuzuhören.
Ich mag auch sie die Dynamik zwischen den drei Geschwistern. Sagen wir mal so: Die Trauer über den Tod ihres Vaters hält sich bei allen dreien doch erstaunlich in Grenzen.
Und dann wären da natürlich noch die Geräusche und die Atmosphäre. Die Sturmflut ist ein wesentlicher Teil der Handlung und trägt für mich viel zur Stimmung des Hörspiels bei. Beim Schreiben kann ich so etwas ja immer nur im Kopf hören… umso schöner ist es dann, wenn daraus am Ende tatsächlich eine richtige akustische Sturmflut wird.
Also: Wer Lust auf toxische Familienverhältnisse, die Suche nach einem Erbe, ein mysteriöses Testament, einer Leiche, und möglichst viele gegenseitige Verdächtigungen hat – und das Ganze gerne in Blankenese und im Film- und Fernseh-Milieu angesiedelt hätte –, der könnte mit „Ebbe und Wut“ ganz gut bedient sein.
Wie immer freue ich mich sehr auf eure Rückmeldungen und bin natürlich gespannt, wie euch die Folge gefällt!
Liebe Grüße
Tobi



