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Shadow Chasers goes Drama!

  • Autorenbild: Tobi Jawtusch
    Tobi Jawtusch
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Heute erscheint Shadow Chasers Folge 7: „Die letzte Fahrt des Mr. Davidson“.

Und „goes Drama“ meine ich durchaus ernst. In jeder guten Comedyserie (ich weiß, Shadow Chasers ist eher eine Abenteuerserie – aber mit humoristischem Einschlag) gibt es diese eine Folge: die ernste, die traurige, die, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Die Folge, die sich mit schwereren Themen beschäftigt. Das sind genau die Episoden, die uns (oder zumindest mir) besonders im Gedächtnis bleiben, weil sie einfach herausstechen.

Und Folge 7 ist (hoffentlich) genau so eine Folge. Hier habe ich ganz bewusst auf Humor verzichtet - okay… Copsi-Cola wird angeboten 😉… aber nicht getrunken, was ein Sinnbild für die Folge ist - . Die Geschichte nimmt sich selbst, die Handlung und auch die Auflösung, sehr ernst. Und das ist hier auch genau richtig so.

Nach Folge 6, die im positivsten Sinne ziemlich Tempo hatte, und vor Folge 8, die wieder vollgepackt ist mit Szenen und Handlungssträngen, ist Folge 7 der bewusste Kontrast dazwischen. Zum Vergleich: Das Dialogbuch von Folge 6 hat 24 Szenen, das Dialogbuch von Folge 8 hat 22 Szenen. Folge 7 kommt mit nur 13 Szenen daher. Die einzelnen Szenen sind also deutlich länger, die gesamte Folge wird ruhiger und entschleunigter erzählt.

Mit dem bisher kleinsten Figurenensemble spielt die Folge fast ausschließlich an einem Ort (Hotel und Umgebung) und bekommt dadurch eine leichte Kammerspiel-Atmosphäre. Selbst der Schriftsteller hat sich aufgemacht und führt das Gespräch nicht in seinem muffigen Büro, sondern im besagten Hotel. Unterstützt wird das Ganze von dem winterlichen Setting: keine Weihnachtsfolge, aber definitiv eine Winterfolge. Der Wind pfeift, der Kamin knistert, Schritte knirschen im Schnee.

Auf klassische Actionsequenzen habe ich diesmal komplett verzichtet. Ich hatte kurz überlegt, am Anfang noch eine Szene mit einem Zugunglück einzubauen, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil es sich einfach nicht richtig angefühlt hat.

So bleibt die Folge über weite Strecken ruhig… und ist trotzdem spannend!

Das hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht. Als ich das Dialogbuch abgegeben hatte, hatte ich Sorge, dass es vielleicht zu viel „Gerede“ ist und zu wenig Action, also zu wenig Rennen, Springen, Explosionen… ihr wisst schon 😄.

Aber beim Hören war ich wirklich positiv überrascht. Die Folge entwickelt einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann – vorausgesetzt, man lässt sich auf diese ruhigere Erzählweise ein.

Und ein großer Anteil daran haben definitiv auch die Geräusche von Eric Onder de Linden, die dafür sorgen, dass es trotz längerer Dialog- und Erklärpassagen nie langweilig wird. Gerade die Zugfahrt mit dem pfeifenden Wind und der Dampflok fand ich richtig stark umgesetzt.

Auch die Sprecherinnen und Sprecher haben genau verstanden, was diese Folge besonders macht. Da wurde wirklich großartige Arbeit geleistet – daher mein besonderes Lob auch an die  Regie!

Folge 7 zeigt für mich, wie vielseitig die Serie innerhalb ihrer Genregrenzen sein kann. Nach den Thriller-/Horror-Anleihen in Folge 6 heißt es hier: Drama, Baby.

Ich bin sehr gespannt, was da noch alles auf die Shadows zukommt und welches Genre die Serie noch streift.

Um das an der Stelle nochmal klar zu sagen: Folge 7 ist, was Atmosphäre und Tragik angeht, eine bewusste Ausnahme, eben diese eine Drama-Folge. Mit Folge 8 geht’s dann wieder zurück zur „typischen“ Shadow-Chasers-Atmosphäre.

Wir haben hier also eine Folge, die anders ist. Und die einen in ihren Bann ziehen kann – wenn man sich auf die ruhige Erzählweise einlässt. Ich selbst jedenfalls war wirklich überrascht, dass sich die Folge so sehr in mein Herz gespielt hat. In meinem persönlichen Ranking der ersten sieben Folgen hat sie auf jeden Fall einen Platz weit oben eingenommen – wie seht ihr das? 

Ich bin wirklich gespannt, wie euch die Folge gefällt.

Viel Spaß beim Hören!

 

Liebe Grüße

Tobi



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