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Dark Game - 2 - Der Abend

  • Autorenbild: Tobi Jawtusch
    Tobi Jawtusch
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Hallo zusammen,

Und herzlich willkommen zu einem, sagen wir mal, ganz besonderen Abend für die ganze Familie, mit „Dark Game 2 – Der Abend“.

Wobei „für die ganze Familie“ vielleicht nicht ganz passt. Ich würde der Folge eher ein FSK-16-Siegel verpassen. Denn hier geht es ordentlich zur Sache: Es wird gemordet und gemeuchelt.

Aber von vorn:

Die Inspiration für die Folge waren die Spieleabende meiner eigenen Familie, als ich noch Kind war. „Die Siedler von Catan“ (mit allen damals erschienenen Erweiterungen) war dabei mit Sicherheit das Spiel, welches wir am häufigsten gespielt haben. Nicht ohne Grund heißt das Spiel in der Folge deshalb „Die Völker von Karapan“.

Und solche Spieleabende kennt ihr sicher auch, oder? Man kommt zusammen, ignoriert für ein paar Stunden den Alltagsstress, alte Streitereien und kleine Verletzungen – und versucht, einfach eine gute Zeit zu haben. Aber was passiert, wenn die Stimmung kippt? Wenn unausgesprochene Wahrheiten plötzlich ans Licht kommen? Wenn ein kleiner Moment (oder in dem Fall ein etwas größerer Moment) reicht … und alles eskaliert?

Mit genau diesem Gedanken spiele ich in „Der Abend“: Jahrelang unterdrückter Frust bricht hervor und plötzlich fällt das Kartenhaus in sich zusammen… bzw. explodiert.

Dabei beginnt die Folge bewusst ruhig, fast wie ein Familiendrama. Wir lernen die Figuren kennen: das gemeine Familienoberhaupt, die unterdrückte Mutter, zwei sehr unterschiedliche Schwestern, den frustrierten Ehemann, den neuen – freundlichen, aber etwas einfältigen – Freund … und natürlich die Haushälterin. Eine vermeintlich normale, in Wahrheit zutiefst toxische Familie der oberen Mittelschicht, angesiedelt in den späten 90ern in den USA – die einfach nur einen ganz normalen Spieleabend verbringen will ... Bis dann in der zweiten Hälfte der Geschichte die Situation eskaliert, das Morden beginnt und man sich fragt: Wer überlebt? Und wer nicht?

Alle Figuren werden dabei großartig von unseren Sprecherinnen und Sprechern zum Leben erweckt, mit toller Energie und unfassbarer Spielfreude wird hier dem Affen Zucker gegeben: es wird geschrien, gelallt (so ein Abend funktioniert ja eigentlich nur mit Alkohol) gebrüllt und lautstark gestorben.

In gewisser Weise ist die Folge ein Gegenpol zu „Holy Krimi 4 – Im Netz der Falkensteins“, in dem ebenfalls eine toxische Familie im Zentrum steht – dort jedoch ernsthaft und geerdet erzählt. „Der Abend“ hingegen arbeitet bewusst mit viel Humor und Überspitzung.

Man kann die Folge auf jeden Fall im Bereich der (Gesellschafts-)Satire einordnen, wie schon Dark Game Folge 1.

Übrigens habe ich mir wirklich ZU viele Gedanken über die absurden Spielregeln von „Die Völker von Karapan“ gemacht. Und ich finde, es klingt nach einem Spiel, das man durchaus ausprobieren könnte: „Ich hätte gerne ein Schaf oder Glint“ (was auch immer „Glint“ ist). Und vielleicht, ganz vielleicht, ist es nicht das letzte Mal, dass in meinem meiner Hörspiele „Die Völker von Karapan“ gespielt wird.

Ich habe mal die die KI gefragt, wie die Völker von Karapan aussehen könnte und hier ist das Ergebnis:


 

Mir persönlich hat es riesigen Spaß gemacht, das fertige Hörspiel zu hören. Neben den tollen Sprecherinnen und Sprechern sind natürlich auch die Geräusche von Eric onder de Linden wieder ganz wunderbar geworden! 

Also, wer genau das mag, was ich oben beschrieben habe, der sollte mal in die Folge reinhören.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

P.S.: Ähnlich wie bei einem Marvel-Film gibt es eine kleine Post-Credit-Scene – ein kurzer Abschlussgag. Also unbedingt bis zum Schluss dranbleiben. 😉


Liebe Grüße

Tobi



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