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Shadow Chasers - Ferien auf dem Reiterhof

  • Autorenbild: Tobi Jawtusch
    Tobi Jawtusch
  • 5. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Hallo zusammen,

heute erscheint nun die achte Folge der Shadow Chasers: „Und der Waldgeist“. Und damit bereits die dritte Folge in diesem Jahr – was mich sehr freut und euch hoffentlich auch. Das ist wirklich ein wunderbarer Veröffentlichungsrhythmus.

Nun also zum „Waldgeist“. Zunächst einmal ein wenig zur Entstehungsgeschichte: Wie schon Folge 6 und auch Folge 13 hat „Der Waldgeist“ mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen. Die erste Version entstand bereits, als ich etwa 17 war – damals noch als Hörspielskript. Einige Jahre später, ungefähr mit 24, habe ich die Geschichte zu einem Jugendroman umgeschrieben, bevor daraus Anfang letzten Jahres schließlich wieder ein Dialogbuch wurde.

Im Gegensatz zu Folge 6, die ich über die Jahre immer wieder verändert, neu gedacht und umgeschrieben habe, ist diese Geschichte im Kern erstaunlich gleich geblieben. Sie ist lediglich gewachsen, denn ich habe sie nach und nach mit mehr Leben, Atmosphäre und Charaktermomenten gefüllt.

Chronologisch betrachtet ist „Der Waldgeist“ eigentlich die erste Shadow-Chasers-Geschichte. Sozusagen „Shadow Chasers Junior“, „Shadow Chasers Kids“ oder eben das Prequel zur Serie. Ruby, Matt und Gregory sind hier einige Jahre jünger – und das merkt man den Figuren auch an. Auch die Geschichte selbst ist kindgerechter, wilder, unschuldiger und geht stellenweise fast ein wenig in Richtung „Bibi & Tina“. Und genau das war auch beabsichtigt.

Nach Folge 7, die sehr ernst war, kommen nun erst einmal zwei etwas leichtere Abenteuer (Folge 8 und 9). Vor allem Folge 8 lebt von ihrer positiven Grundstimmung. Es gibt keine großen Gags, aber vieles ist mit einem Augenzwinkern erzählt. Das beginnt schon mit dem liebevoll gemeinten kleinen Seitenhieb auf andere Jugendhörspielserien zu Beginn der Folge.

Als ich die Folge im März 2025 noch einmal überarbeitet habe, war bislang nur die erste Shadow-Chasers-Folge erschienen. Damals kam teilweise die Rückmeldung, dass die Figuren noch etwas blass wirken und man sie noch nicht richtig kenngelernt hat. Diese Kritik war durchaus nachvollziehbar – und sicherlich noch ein Grund dafür, warum ausgerechnet diese Geschichte schließlich Folge 8 wurde. Denn hier geht es ganz bewusst um Ruby, Matt und Gregory. Die drei stehen klar im Mittelpunkt und werden ausführlich beleuchtet. Tatsächlich beginnt der eigentliche Kriminalfall um den Waldgeist erst ungefähr ab der Hälfte der Folge. Puristen und Liebhaber von kürzeren Hörspielen, könnten natürlich sagen, dass man den ersten Teil – immerhin sprechen wir von rund 80 Minuten Laufzeit – und besonders die separate Einstiegsgeschichte in der Schule (Bart Simpson lässt grüßen) herauskürzen könnte und der Fall um die gestohlenen Wertgegenstände trotzdem funktionieren würde. Aber da bleibe ich bei dem, was ich immer wieder gerne sage: Die Shadow Chasers sind eine Abenteuerserie ÜBER Detektive. In dieser Folge steht (mal wieder) nicht der Kriminalfall im Mittelpunkt (wie zum Beispiel in Folge 7), sondern die Figuren selbst. Wir lernen die Shadows in ihrer Jugend kennen – und dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit einer meiner Lieblings-wiederkehrenden Figuren: Kathleen Curd. Wer danach noch einmal Folge 1 hört, wird hoffentlich an vielen Stellen noch mehr Freude daran haben. In gewisser Weise schließt sich hier also ein kleiner Kreis.

Ist das alles nervenaufreibend spannend? Eher nicht (Dafür empfehle ich euch dann Folge 10 und 11). Ist es dafür ein schönes, warmherziges, nostalgisches Sommerabenteuer auf einer Farm, das perfekt in den Juni passt, den wir gerade haben (das Erscheinungsdatum kann passender nicht sein)? Definitiv!

 

Und dabei leisten auch Nicole Silbermann als Ruby, Michael Gugel als Matt und Heinrich Bennke als Gregory wieder mal großartige Arbeit. Die drei wissen genau, dass ihre Figuren hier jünger und etwas naiver klingen sollen – und spielen diese Versionen ihrer Rollen absolut glaubhaft.

Auch Mark Bremer als Schriftsteller hat diesmal wieder eine etwas größere Rolle. Er interviewt Kathleen Curd. Außerdem übernimmt er in dieser Folge stellenweise beinahe die Funktion eines Erzählers. Das empfand ich beim Hören als sehr angenehm – und tatsächlich experimentiere ich gerade in meinen aktuellen Shadow-Chasers-Skripten verstärkt mit solchen „Erzähler“-Passagen. Mich würde deshalb interessieren: Wie gefallen euch diese kurzen Einschübe des Schriftstellers?

Natürlich stehen auch alle anderen Sprecherinnen und Sprecher den vieren in nichts nach und verleihen ihren Rollen Leben und Persönlichkeit.

Mein besonderer Dank gilt – mal wieder – Eric Onder de Linden. Ich weiß, dass diese Folge mit der Farm, den Tieren und vor allem den vielen Kindern eine besondere Herausforderung war. Trotzdem klingt das Ergebnis erneut unglaublich lebendig und detailreich. Man hört die Liebe zum Detail wirklich in jeder einzelnen Szene.

Das waren meine Gedanken zu der Folge. Ich hoffe sehr, dass sie euch gefällt, und wünsche euch ganz viel Spaß beim Hören!

 

LG

Tobi



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