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#penizitas #penizitasistreal

  • Autorenbild: Tobi Jawtusch
    Tobi Jawtusch
  • 7. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Heute erscheint Midnight Tales – Folge 120. Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch an Christoph Piasecki und das gesamte Team von Contendo Media. 120 Folgen! Wahnsinn. Das ist eine großartige Leistung und ich freue mich sehr darüber. Umso schöner ist es für mich, dass ich Folge 120 mit dem Titel „#Penizitas ist real“ schreiben durfte.

Tja, was ist denn jetzt eigentlich Penizitas? Eine berechtigte Frage. Ich kann zumindest erzählen, wie dieses Wort entstanden ist: Ich war mit einer mir sehr vertrauten Person unterwegs, die mich in einem Geschäft mit einem ziemlich unflätigen Begriff bezeichnete. Ich musste sofort lachen und sagte: „So kannst du mich doch nicht öffentlich nennen.“ Daraufhin überlegte die Person kurz und nannte mich stattdessen „Penizitas“. Darüber musste ich noch viel mehr lachen.

Ich fand dieses Wort so absurd und gleichzeitig so witzig, dass ich sogar einen (privat und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt) Song darüber gemacht habe – ein Penizitas-Song hat es dann auch ins Hörspiel geschafft - . Penizitas ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich fragte mich: Was könnte Penizitas eigentlich sein? Und plötzlich war da eine Idee, die ich einfach aufgeschrieben habe.

Es gibt bislang zwei Dialogbücher, die ich jeweils an nur einem Tag geschrieben habe. Das eine ist Dark Game – Der Raum, das andere ist dieses hier. Normalerweise überarbeite ich meine Texte mehrfach, ergänze sie, streiche Passagen oder formuliere vieles um. Bei diesem Dialogbuch habe ich darauf verzichtet. Manchmal mag ich diese rohen, beinahe unbearbeiteten Texte. Sie haben sicher ihre (dramaturgischen) Schwächen, aber sie besitzen auch etwas Ehrliches und Unmittelbares. Und genau das passt für mich zu Penizitas.

In dieser Geschichte geht es u.a. (es werden sehr viele Themen gestreift) um Manipulation, um das Schüren von Hoffnungen und um den unerfüllten Wunsch nach einem besseren Leben.

Der Horror, der in vielen Midnight Tales-Folgen eine Rolle spielt, entsteht hier aus den Fragen: Was passiert, wenn Hoffnungen nicht erfüllt werden? Wenn jemand auftaucht und verspricht, genau diese Sehnsüchte und Wünsche wahr werden zu lassen?... Und was passiert, wenn man ein Monster erschaffen hat, was man nicht wieder einfangen kann?

Ich glaube, dass diese Folge durchaus kontroverse Diskussionen auslösen könnte (auch wegen den politischen Bezügen, die schwer zu leugnen sind) und vielleicht nicht jeden Fan der Reihe gleichermaßen anspricht. Aber ich halte sie für eine wichtige Folge.

Zum Schluss möchte ich noch der wunderbaren Regie, den großartigen Sprecherinnen und Sprechern („Penizitas“ so seriös auszusprechen, Respekt), der Musik und den fantastischen Geräuschen ein großes Lob aussprechen. Es ist immer wieder beeindruckend zu hören, was aus einem Manuskript am Ende entsteht.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Hören und freue mich sehr auf eure Rückmeldungen.


Liebe Grüße,

Tobi






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