Mein erstes Hörspiel auf CD! Insel-Krimi - 40 - Juists verlorene Seelen
- Tobi Jawtusch
- 14. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Feb.
Zuerst mal: Herzlichen Glückwunsch an Christoph Piasecki. 40 Folgen, das ist schon cool. Und die Reihe kommt immer noch auf CD raus! Respekt.
Als ich die Chance bekam, für die Insel-Krimi-Reihe zu schreiben, habe ich mich wirklich gefreut…
… Aber, die Reihe bringt ja gewisse Vorgaben mit: nordische Atmosphäre, eine ruhige, fast schon entschleunigte Stimmung (zumindest empfinde ich das so) und natürlich viel Lokalkolorit. Genau diese Mischung macht für mich auch den Reiz der Reihe aus – und gleichzeitig war es eine kleine Herausforderung, meinen eigenen Zugang zu finden. Also habe ich mir zuerst die Frage gestellt: Was möchte ich erzählen? Und vor allem: Was kann ich glaubhaft erzählen?
Für meinen ersten Insel-Krimi bin ich dann bewusst einen eher vorsichtigen, sicheren Weg gegangen: Hotelgäste, Urlaub, Strand (dementsprechend weniger Lokalkolorit). Dinge, die ich kenne. Ich war schon auf (deutschen) Inseln, ich war in Hotels, und ich hatte mal eine Mitbewohnerin, die im Hotelgewerbe gearbeitet hat. Von ihr habe ich damals einige Geschichten gehört: über die saisonalen Arbeitsverhältnisse, die manchmal schwierigen Manager, die teils unangenehme Atmosphäre und darüber wie Hotelangestellte oft in kleinen Unterkünften vom Hotel selbst untergebracht werden. Einiges davon hat es letztlich in die Folge geschafft.
Natürlich habe ich auch ein paar Filme geschaut, die Strand, Urlaub und Mordfälle beinhalten. So entstand nach und nach eine Mischung aus persönlichen Erfahrungen, erzählten Hotel-Insider-Anekdoten und ein paar Inspirationen aus anderen Quellen. Und daraus wurde schließlich „Juists verlorene Seelen“.
Wie viele meiner bisherigen Krimis ist die Folge ein klassischer Whodunit. Wir haben eine kleine Gruppe Verdächtiger und wir begleiten Kommissar Peterson bei seiner Ermittlungsarbeit… wobei… die Folge am Ende in andere Richtung abbiegt.
Warum der Titel „verlorene Seelen“?
Weil eigentlich alle Figuren in dieser Geschichte ein bisschen lost sind: der Kommissar, der Hotelmanager, das Ehepaar, der Portier. Jede Figur trägt ihr Päckchen mit sich herum. Jede Figur ist irgendwie gebrochen. Das wird in der Folge nie direkt gesagt, aber ich dachte, ich baue die „verlorenen Seelen“ in den Arbeitstitel ein – und sie haben es tatsächlich auch in den offiziellen Titel geschafft.
Also, ich kann „Juists verlorene Seelen“ allen empfehlen, die gemütliche, strandnahe Cosy-Whodunits mögen, die schon mal in einem Hotel Urlaub gemacht haben und gerne miträtseln.
Liebe Grüße,
Tobi



