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Hintergründe zu Holy Krimi - 5 - Tödliche Zuflucht

  • Autorenbild: Tobi Jawtusch
    Tobi Jawtusch
  • 15. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Und für diese Folge habe ich mir eine Kleinigkeit überlegt, denn die Folge ist eine Hommage an die Königin der Whodunits: Agatha Christie. Wir haben eine Gruppe von Menschen, die alle bei einem Sturm in einem heruntergekommenen Motel landen… und nach und nach wird einer von ihnen umgebracht. Die Frage ist nicht nur: Wer war’s? Sondern auch: Wer überlebt am Ende überhaupt noch? Das Ganze geht dabei schon ein bisschen Richtung Kammerspiel, aber definitiv auch Richtung Thriller.

Was bei der Folge ebenfalls auffällt: Sie ist mit kompakten 45 Minuten bewusst kürzer gehalten. Nach Folge 4 („Im Netz der Falkensteins“), die ja eher ein Drama war und auch an die Substanz ging, wird es hier zwar weiterhin ernst – und auch die Auflösung hat wieder eine gewisse Schwere – aber insgesamt habe ich versucht, diesmal etwas weniger zu schockieren. Bei dieser Folge hatte ich so ein bisschen diese Serien-Vibes im Kopf wie CSI (mit allen Ablegern), Dr. House oder NAVI CIS, die Mitte der 2000er bei RTL /VOX und Sat.1 um 20:15 Uhr liefen: Jede Folge so um die 44 Minuten, spannend, unterhaltsam - man ist danach angenehm „durch“ … und am Ende ist man müde ins Bett, aber die Serien haben wenig nachgehalt. Genau das war hier so das bisschen das Folgen-Konzept: Ein Krimi-Thriller, der gut unterhält und Spaß macht, aber eben nicht mehr.

Und damit bleibt die Holy-Krimi-Reihe für mich weiterhin einfach sehr abwechslungsreich – man weiß nie, was man bekommt, und ich glaube, für jeden ist irgendwann mal eine Folge dabei.

Bei den Sprecherinnen und Sprechern habe ich mich diesmal ganz besonders über Bettina Weiß gefreut (Synchronstimme von Sandra Bullock). Sie hat einfach so eine prägnante Stimme und spielt jedes Mal so überzeugend, dass sie das Hörspiel, wie ich finde, nochmal richtig aufwertet. Sie darf wirklich sehr gerne noch öfter in meinen Hörspielen auftauchen. Die anderen Sprecherinnen und Sprecher sind natürlich ebenfalls stark!

Und was ich auch hervorheben will: die Geräusche. Vor allem das Gewitter im Hintergrund sorgt dafür, dass die Stimmung schön düster bleibt – fast wie ein weiterer Protagonist, der die Figuren zwingt, in diesem unheimlichen Mörder-Motel auszuharren…

 

Liebe Grüße,

Tobi


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