Hintergründe zu Holy Krimi - 4 - Im Netz der Falkensteins
- Tobi Jawtusch
- 15. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Diese Folge hat es in sich... zumindest was die Themen angeht, die ich darin behandle. Auf den ersten Blick ein klassischer Whodunit: ein Mordfall, eine Ermittlerin, viele Verdächtige. Doch eigentlich verbirgt sich dahinter etwas ganz anderes.
Für mich ist diese Episode viel stärker ein Familiendrama als ein Krimi. Die Geschichte dreht sich um die Falkensteins. Jede Figur trägt ihr eigenes Päckchen, eigene Wunden – und je weiter die Folge voranschreitet, desto schmerzhafter wird es. Die Atmosphäre ist durchgehend bedrückend, und das Ende… nun ja, es trifft – zumindest mich – noch einmal richtig in die Magengrube.
Während meine ersten beiden Holy-Krimis hier und da noch humorvolle Momente hatten, habe ich diesmal im Dialogbuch bewusst darauf verzichtet. Nur ganz am Anfang gibt es einen einzigen Scherz - Ich sage, nur: „Das ist Mark“ (über den ich beim Hören aber auch dann herzlich lachen musste).
Für mich war diese Folge eine besondere Erfahrung beim Schreiben. Ich habe mich tief in die Abgründe der einzelnen Figuren hineingedacht. Und das hat großen Spaß gemacht – aber es ist definitiv eine Art Geschichte, die ich nicht ständig schreiben könnte. Vielleicht bleibt sie genau deshalb für mich etwas Besonderes.
Wer ernste, düstere Stoffe mag und offen ist für Themen, die unter die Haut gehen, dürfte mit dieser Folge etwas anfangen können. Auch wenn ich nie explizit werde, ist das Unausgesprochene manchmal schwerer zu ertragen als alles, was man hätte zeigen können.
Das großartige Sprecherinnen-und-Sprecher-Ensemble wird übrigens angeführt von der fantastischen Kerstin Draeger. Die hier so glaubhaft verletzlich spielt, dass es einfach eine Freude ist ihr zuzuhören.
Liebe Grüße
Tobi



