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Hintergründe zu Holy Krimi - 3 - Tod auf hoher See

  • Autorenbild: Tobi Jawtusch
    Tobi Jawtusch
  • 15. Feb.
  • 1 Min. Lesezeit

Als Kind habe ich oft mit meinen Großeltern die ZDF-Serie Das Traumschiff geschaut. Das war eine kleine Tradition bei uns, und als die Idee zu diesem Skript entstand (ich wollte unbedingt ein Krimi auf einem Kreuzfahrtschiff schreiben), ist davon definitiv etwas mit eingeflossen. Am Ende ist eine Art modernes Traumschiff entstanden: mit bärbeißigem Captain, aufdringlicher Chefstewardess – aber eben auch mit einem Mord.

Im Mittelpunkt steht diesmal die ausgebrannte Kommissarin Silvia Dörner (gesprochen von Annette Strasser), die ihre allererste Kreuzfahrt antritt und sich prompt in einem Mordfall wiederfindet. Ich mag die Figur Silvia super gerne: seit einer gefühlten Ewigkeit Polizistin, unfähig, aus ihrer Haut zu fahren – und sobald jemand zu nett zu ihr ist, wird er automatisch verdächtig. Und wer genau hinhört, merkt auch, dass sie ein bisschen zu gern zum Alkohol greift. Das bleibt subtil im Hintergrund und ist ein kleines Charakterdetail. In diesem Hörspiel gibt es übrigens mehrere solcher kleinen Momente, die sich einfach nur am Rande abspielen. Im Gegensatz zu meinem ersten Holy Krimi, in dem das Opfer und die Verdächtigen im Mittelpunkt standen, folgt die Geschichte diesmal ganz klar Silvia. Wir bleiben bei ihr, hören, wie sie der Wahrheit Stück für Stück näherkommt und dabei auch noch einen netten Mann kennenlernt.

Für wen ist die Folge geeignet? Für Hörerinnen und Hörer, die einen Mix mögen aus klassischem Whodunit, modernen Elementen und Figuren, die ihre kleinen persönlichen Probleme mit sich herumtragen (im nächsten Holy Krimi geht es dann um die großen persönlichen Probleme). Die Erzählweise ist bewusst etwas langsamer – sicher nicht jedermanns Sache – aber für alle, die gerne miträtseln, ist diese Folge genau richtig.

 

Liebe Grüße,

Tobi


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